Pädagogische Schwerpunkte

Die Wilhelm-Busch-Schule, Förderschule, ist eine Schule, an der Kinder und Jugendliche mit umfassenden und lang andauernden Lernproblemen und Entwicklungsverzögerungen ein differenziertes Unterrichts- und Förderangebot erhalten. Alle unsere Schüler haben einen festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot.

Unsere Schule gliedert sich in eine Grundstufe (Kl. 1-4) und eine Hauptstufe (Kl. 5-9).

Zentrales Anliegen und im Leitbild unserer Schule verankert ist es, die Entwicklungen jedes einzelnen Schülers zu fördern und seinem Potenzial beste Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Dies geschieht in 4 Bereichen: Persönlichkeit stärken, Miteinander leben, Gesund leben und Lebensperspektiven entwickeln.

In der Grundstufe stehen die elementaren Entwicklungsförderung, sowie das Anbahnen von Lern- und Handlungsstrategien im Vordergrund. In regelmäßigen Gesprächen zur individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB) reflektieren die Klassenlehrkraft und die Eltern gemeinsam mit dem Schüler die Lernfortschritte und planen die nächsten Entwicklungsstufen. Das Ergebnis dieses Dialogs und weiteren an der Erziehung beteiligten Kooperationspartnern wird schriftlich festgehalten und für jeden Schüler individuell fortgeschrieben.

Wissenswertes zu Gesund leben erfahren die Schüler in Programmen wie Klasse2000, dem Ernährungsführerschein und dem Sarah-Wiener-Kochkonzept oder in Psychomotorik und den Sportangeboten.

In der Hauptstufe werden die Lernkompetenzen Schritt für Schritt erweitert, im Mittelpunkt steht jetzt hauptsächlich die Vorbereitung auf Arbeit und Leben. Auch hier finden in regelmäßigen Abständen ILEB-Gespräche statt.

Ihre Persönlichkeit stärken und das Miteinander leben lernen und erproben unsere Schüler durch Übernahme von Verantwortung beim Pausen-Spieleverleih, in der Schülerfirma, dem Streitschlichterdienst oder der Schülermitverwaltung.

Lebensperspektiven entwickeln die Schüler ab der Klasse 7 bis 9. Insbesondere PROFIL AC, zwei längere Betriebspraktika, Individualtests der Agentur für Arbeit und intensive Gespräche mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit sowie dem Förderband Mannheim e.V. bereiten unsere Jugendlichen intensiv auf die Zeit nach der Schule vor.

Die Option einer Rückschulung des Schülers in die allgemeine Schule, meistens Klasse 5  oder 6 einer Werkrealschule, haben wir stets im Blick. Die Rückschulung wird von uns vorbereitet und individuell begleitet.  

Um einen besseren Übergang in die Berufschule zu gewährleisten besuchen unsere  Schüler der 9. Klasse einmal pro Woche im Rahmen eines Schulversuchs eine 2-jährigen Kooperationsklasse mit der Berufsschule, in die sie dann im zehnten Schuljahr komplett wechseln. Sie lernen in der Justus-von-Liebig-Schule oder im Förderband (Private Berufsschule) verschiedene mögliche Arbeitsfelder kennen. Die Schüler verlassen in der Regel nach einer schulinternen Abschlussprüfung in Klasse 9 die Förderschule mit dem Förderschulabschluss. Am Ende der 2-jährigen Kooperationsklasse haben sie in der Berufsschule die Möglichkeit eine Schulfremdenprüfung abzulegen, die dem Hauptschulabschluss entspricht.

Neben der unterrichtlichen Arbeit in der Schule bieten wir Unterstützungsleistungen im Rahmen des Sonderpädagogischen Dienstes an allgemeinen Schulen an.

Die Kolleginnen im Sonderpädagogischen Dienst beraten und unterstützen vor Ort die Grundschulkolleginnen, Eltern und SchülerInnen mit Lernproblemen. Ziel dieser Unterstützung ist eine erfolgreiche Förderung des Kindes mit dem Ziel, des Verbleibs in der allgemeinen Schule.

Bereits seit drei Jahren ermöglicht die Wilhelm-Busch-Schule das Lernen in inklusiven Bildungssettings (Grundschule, Werkrealschule) durch die fachliche Unterstützung und Begleitung seitens einer Sonderschullehrkraft.

Eine Sonderpädagogische Frühberatungsstelle im Hause unterstützt und berät kostenfrei Kindergärten und Tageseinrichtungen sowie Eltern, deren Kinder zwischen 3 und 6 Jahren alt sind.

 

 

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